Wieder alte Kfz-Kennzeichen?

Aus den östlichen Bundesländern kommt der Antrag, die alten KfZ-Kennzeichen wieder einzuführen. Möchten auch Sie wieder das VAI für Vaihingen Enz, LEO für Leonberg oder das NT für Nürtingen zurück?

 
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Hinter Gittern


Gretta ist nervös. Sobald sich irgendetwas rund um ihren kleinen Zwinger im Esslinger Tierheim tut, fängt die sieben Jahre alte hellbraun-schwarze Hündin an zu bellen. Vielleicht ist es ihre bisherige Erfahrung mit Menschen – sie ist bereits zum dritten Mal im Tierheim, dieses Mal seit Juli 2011. Zu Weihnachten hatte das Tierheim gehofft, der Rottweiler-Terrier-Mischlingshündin endlich eine neue Heimat besorgen zu können. Gretta wurde Tier des Monats Dezember, und unter einem Foto mit dem schönsten treuherzigen Hundeblick ist zu lesen, dass sie das "Weihnachtsglück sucht". Doch bislang vergebens. Schon bald ein neues Zuhause haben dürften dagegen die Katzenkinder Timo und Kitty. Der neun Jahre alte Ruben, der zusammen mit seinen beiden Geschwistern und der Mutter zu Besuch ist, hat sich in eines der beiden "sofort verliebt". "Wir haben schon lange überlegt, eine Katze ins Haus zu holen", erklärt seine Mutter im Beratungsgespräch mit Manuela Schlattner. Doch dem Zuwachs steht der Umzug der Familie Ende Januar im Weg. Denn bevor ein Tier weitervermittelt wird, begutachten Mitarbeiter das neue Zuhause. "Und wir sind so voll im Katzenhaus, es wird schwierig, die Katze noch drei Wochen hier zu behalten", erklärt die Tierpflegerin.Denn anders als in früheren Jahren sind in diesem Winter mehr Katzen in Esslingen, vor allem junge. Auch sehr viele Kleintiere und besonders Kaninchen und Chinchillas leben derzeit auf der Neckarinsel. "Ich denke, dass sich viele nicht vorher informieren", sagt Schlattner. Auch im Tierheim in Filderstadt-Bonlanden ist die Quarantänestation für aufgefundene Katzen voll. "Vor zwei Jahren war sie fast leer", erinnert sich Iris Happold. Eine Erklärung, warum es derzeit besonders Katzen trifft, hat sie nur für ein paar Fälle: Unter den Neuzugängen waren auch kranke oder durch Unfälle verletzte Tiere. "Vielleicht wollten die Leute den Tierarzt sparen."Katzen sind derzeit auch die "Hauptkunden" des Städtischen Tiernotdienstes, zusammen mit Hunden. Hauptzeit für Einsätze ist allerdings eher im späten Frühjahr und Sommer, wenn Ferien sind. Die ausgesetzten Tiere kommen dann zunächst ins Tierheim nach Botnang. Und von dort schnell weiter in ein neues Zuhause, sagt Leiterin Marion Wünn. Vor Weihnachten habe es ein paar Anfragen mehr gegeben. Aber auch ohne das Fest ist das Tierheim erfolgreich: "Unsere Vermittlungsquote liegt bei 95 Prozent im selben Jahr", sagt Wünn. Und vielleicht gibt es bald auch für Gretta zumindest ein "Nach-Weihnachtsglück".

Julia Schweizer

25.01.2012 - aktualisiert: 25.01.2012 12:44 Uhr

 






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