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Leben ohne Sport – undenkbar!


In der Familie Baumstark sporteln drei Generationen
 

Drei Generationen der Familie Baumstark sind in der Leichtathletikabteilung der Sportvereinigung Feuerbach aktiv: Altstadtrat Robert Baumstark, 74, sein Sohn Armin, 50, dessen Ehefrau Birgit, 47, und die beiden Kinder Sven (19) und Sandra (20). Außergewöhnlich, könnte man da sagen – für die Familie ist’s aber ganz normal.
 

Auch wenn das Wort "Talent" fällt, wehrt die Familie ab: "Wir sind gute Breitensportler, von mehr wollen wir gar nicht sprechen", meint Armin Baumstark. Für Außenstehende sind die sportlichen Erfolge und Ambitionen der Familie trotzdem bemerkenswert. Robert Baumstark hat im vergangenen Jahr bereits zum 30. Mal das Sportabzeichen abgelegt. Jeden zweiten Tag macht er einen Waldlauf von etwa zehn Kilometern – die Kälte schreckt ihn nicht. "Ich wüsste nicht, wann ich mal krank gewesen wäre", antwortet er, nach seiner Motivation gefragt. "Man hat nicht alles in der Hand, aber man kann etwas dafür tun." Den inneren Schweinehund überwinden müsse aber jeder mal. Weitermachen will er, "so lange wie es geht". Gibt er den Enkeln manchmal Trainingstipps? Baumstark lacht. "Die beiden wissen, was sie tun!" Die Enkel, Sven und Sandra Baumstark, trainieren dienstags, donnerstags und samstags, entweder im Stadion oder im Wald. An etwa zehn Wettkämpfen im Jahr nehmen die beiden teil; in der heißen Phase wird noch mehr trainiert. "Ich habe als kleiner Junge angefangen mit dem Sport", erinnert sich Sven Baumstark. Da habe es mit der Motivation aber noch gehapert: "Beim Nikolauslauf hat mich einmal der Nikolaus ins Ziel tragen müssen – ich war Letzter!" Der 19-Jährige sieht das mittlerweile gelassen: "Als Kind ist man eben noch kein Ausdauersportler." Seit etwa sechs Jahren trainieren die beiden mit Gerd Walch bei der Sportvereinigung. An der Leichtathletik gefällt Sandra, dass man sowohl in der Gemeinschaft trainieren wie auch alleine losziehen kann. Nach ihren Zielen gefragt, muss die 20-Jährige lachen: "Ich möchte gern meinen Vater auf fünf Kilometern schlagen – ich hab’s schon oft versucht, aber noch nie geschafft!" Ihr Bruder möchte seine Zeiten aus dem vergangenen Jahr verbessern. "Meine Motivation sind die anderen aus der Laufgruppe", meint er. "Die kann man nicht hängenlassen." Armin und Birgit, die Eltern, sehen das ähnlich: "Schlechte Tage gibt’s nicht", meint Armin Baumstark. "Ich habe immer Lust loszulaufen, wenn ich weiß, dass die Truppe wartet." Mit dem Sport aufzuhören können die beiden sich nicht vorstellen. "Da würde etwas fehlen", sind sie sich einig. "Für den Sport geht viel Zeit drauf, es ist schön, dass wir diese zusammen verbringen können", so Birgit Baumstark. Etwa 15 Wettkämpfe bestreiten die beiden im Jahr. "Ich will meine Leistung halten und nicht schlechter werden", sagt Armin Baumstark. "In meinem Alter muss man das realistisch sehen." "Uns ist es wichtig, ohne Hilfsmittel Leistung zu erzielen", erklärt Birgit Baumstark, "dazu gehören auch Schmerzmittel wie Aspirin. Lieber laufe ich einen Lauf mit Schmerzen, und weiß dann, wo meine Grenze ist."

22.02.2012 - aktualisiert: 22.02.2012 12:07 Uhr

 






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